Auch bei der Be- und Entladung von Lastwagen kommt manches Mal die Vakuumtechnik zum Einsatz. Zwar ist der Einsatz dieses Verfahrens von der Art der Ladung abhängig - nicht alles kann mit dieser Technik verladen werden - doch bietet sie viele Möglichkeiten, den Einsatz von Muskelkraft zu sparen. Müsste jeder LKW von Hand beladen werden, wäre dies ein kaum durchführbares Unterfangen - und vor allem bei großen und sperrigen Dingen undenkbar im Bezug auf Kraft-, Personen- und somit auch Lohnaufwand.
Die Vakuumtechnik ist nicht das einzige Verfahren, welches hier zur Anwendung kommt. Auch Elektromagnete oder einfache Kräne werden hier, neben Staplern und Hubwägen eingesetzt. Vor allem bei großen Blechen, Coils oder schweren Eisenbauteilen werden Elektromagnete eingesetzt, die ein Herabfallen der Waren verhindern und gleichzeitig auch sehr große Teile, die mehrere Tonnen wiegen, schnell und präzise verladen zu können. Auf einem Tieflader Bleche von mehreren Quadratmetern Größe und einigen Zentimetern Dicke per Hand zu verladen, wäre ein Ding der Unmöglichkeit.
Die Vakuumtechnik kommt zum Beispiel bei Glas zum Einsatz. Wird ein LKW, der eine spezielle Vorrichtung im Anhänger hat, mit Glasscheiben beladen, werden diese durch Ansaugen an einen Kran hochgehoben, zur richtigen Stelle gelenkt, und vorsichtig niedergelassen. Erst wenn die Scheiben wirklich an der vorgesehenen Lagerungsstelle sind, wird das Vakuum aufgehoben und die Scheibe endgültig vom Kran gelöst.
Müssten die unsagbar schweren und sehr zerbrechlichen Glasplatten von Hand verladen werden, wäre das Risiko, zu stolpern oder das Stück aus der Hand eines Trägers rutschen zu lassen, viel zu groß. Die Vakuumtechnik bietet hier größtmögliche Sicherheit, da menschliches Versagen auf die eine Person des Kranführers reduziert werden kann.
